Wie funktioniert Familie heute wirklich? Mit Bettina Steingass
Shownotes
Familie war gestern noch einfacher - oder? In dieser Folge der „Halbzeit-Legenden" sprechen Dirk und Phil mit Familienberaterin Bettina Steingass über ein Thema, das immer mehr Menschen betrifft: das Leben in Patchwork-Familien.
Was macht diese Konstellation so besonders herausfordernd? Welche Rollenbilder, Erwartungen und Drucksituationen entstehen - und wie lassen sich Konflikte lösen, statt sie zu schüren? Wir arbeiten heraus, worin sich Patchwork und klassische Kleinfamilie unterscheiden, welche besonderen Herausforderungen Kinder und Eltern heute meistern müssen und warum vor allem eins zählt: sich Zeit zu nehmen.
Gibt es überhaupt so etwas wie eine „gute Trennung"? Und welche Kommunikation braucht es, damit Familie funktioniert? Ein Gespräch über moderne Familienformen, echte Herausforderungen und die beruhigende Erkenntnis, dass es für fast jedes Problem einen Weg gibt, wenn man ihn nur gemeinsam sucht.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich.
00:00:03: Unglücklich ist jede Familie auf ihre eigene Art, das hat der große Leo Tolstoy geschrieben.
00:00:09: Dirk was denkste darüber?
00:00:11: Ehrlich gesagt weiß ich es nicht aber dafür haben wir ja eine Expertin heute da und ich kenne ja nur meine eigene Familie wirklich so gut dass sich darüber beurteilen kann.
00:00:18: Ich weiß es nicht keine Ahnung.
00:00:19: Die Familie ist und bleibt einfach ein riesiges Thema in unserem Leben.
00:00:23: Hier ist euer harmonischer Familiausflug für die Ohren hier sind die Halbzeitlegenden
00:00:34: Und
00:00:39: für alle in den besten Jahren.
00:00:41: und natürlich, Dirk lässt ein das Thema Familie in den Besten Jahren auch nie los.
00:00:46: Es lässt einen eigentlich... nie los und deswegen umso schöner, dass wir heute hier sitzen mit Bettina Steingass.
00:00:52: Hallo Bettina!
00:00:52: Wir freuen uns, dass du da bist.
00:00:54: Ja
00:00:54: hallo guten Tag ihr zwei.
00:00:55: ich freue mich auch.
00:00:56: ja
00:00:56: hallo Bettina Ich freu mich wirklich sehr über das Gespräch aber wir fragen uns erst mal wer ist denn Bettina Steingas?
00:01:03: Bettina stein Gas bietet seit fast zwanzig Jahren Einzelpaar und Familienberatung in ihrer eigenen Praxis an.
00:01:10: Ihr ist deshalb kein Thema kein Problem und in vielen Fällen auch keinen Lösungsansatz fremd wenn es um Beziehungsfragen geht.
00:01:17: Heute wollen wir uns ganz besonders, lieber Phil dem Thema Patchwork widmen.
00:01:21: Ja denn die Patchwork-Familien werden immer mehr heutzutage in unserer Gesellschaft.
00:01:25: Bettina wer sollte in der Patchwork Familie mehr im Fokus stehen damit es funktioniert?
00:01:30: Der Partner oder das Kind?
00:01:33: Das ist schon mal gleich so.
00:01:34: eine Entwederoder Frage die man sogar nicht beantworten kann.
00:01:37: ja also sagen wir mal so ich fange mal hol ein bisschen aus
00:01:42: gerne die
00:01:43: Familie an sich die Ursprungsfamilien, also ein leiblicher Vater, eine leibliche Mutter.
00:01:49: Da ist Zugehörigkeit ganz klar gegeben in Patchwork nicht.
00:01:53: Ja?
00:01:53: Da muss erst sich sozusagen Zugehöhrigkeit durch Erfahrung erarbeitet werden und insofern kann man nicht sagen, die Kinder gehen vor oder der Partner geht vor.
00:02:05: Natürlich genießen Kindern besonderen Schutz und Kinder brauchen Verlässlichkeit und gute Struktur und gutes Umfeld.
00:02:12: aber ich würde nicht sagen sie stehen im Vordergrund und mein Partner oder meine Partnerin müssen deshalb alles aushalten ja?
00:02:19: Und da kommen wir vielleicht zu vielen vielen Bereichen.
00:02:21: was versteht ihr denn um
00:02:22: der Patchwork ganz genau?
00:02:24: Was ist denn Patchwork?
00:02:26: Naja, Patchworks sind verschiedene Familiensysteme die zusammengeführt werden sollen.
00:02:32: Und da sind natürlich oft unheimlich hohe Erwartungen dran weil man ist ja schon einmal gescheitert und jetzt soll es gut werden.
00:02:40: also das spielen ja ganz viele Themen rein und anders als bei der Ursprungsfamilie habe ich auch viel mehr Protokonisten die dazu gehören wo ich manchmal vielleicht Mir eigentlich heimlich wünsche, sie sollten nicht dazugehören.
00:02:54: Aber Sie gehören eben dazu!
00:02:55: Muss denn alles zusammengeführt werden?
00:02:58: Du hast eine Frau, die bringt Kinder mit.
00:03:00: Du hast ein Mann und der bringt auch Kinder mit... ...und muss man in jedem Alter das unbedingt zusammenführen.
00:03:09: Also unbedingt zusammenzuführen muss man nicht.
00:03:11: Das ist ja ne ganz subjektive Entscheidung des Paares, wenn das Paar sagt Du, wir genießen einfach die Zeit für uns.
00:03:19: Warum sollen wir jetzt irgendwie unsere Familien zusammenführen und beide sind da mit der Chor?
00:03:23: Warum nicht?
00:03:24: Ist das
00:03:26: auch ein Beratungsansatz den du hast?
00:03:28: wenn du sagst Mensch es funktioniert nicht so gut bei diesem Paar warum versuchte es nicht so dass er zusammen lebt und dann jeder mit seiner Ursprungs-Familie die Zeit verbringt und verzichtet einfach drauf zu einer Einheit zu
00:03:41: machen.
00:03:42: Es wäre schön, wenn man das so im Vorfeld macht und meistens kommen die Paare da ist schon was passiert.
00:03:48: Und da gebe ich dir aber recht manchmal redet man schon wieder ein Stück zurückzufahren weil Patchwork scheitert unheimlich oft oder scheiterte es auch schon wieder so einen Label.
00:03:58: Patchwork hat unheimliche Schwierigkeiten dass Mit einer zu schnellen Erwartung, ich sag gar nicht mal hohe Erwartungen.
00:04:05: Hohe Erwartungen dürfen wir ruhig haben, dass es irgendwann alles ganz glücklich ist.
00:04:09: Ich sage Patchwork agiert oft zu schnell ja?
00:04:13: Also man geht zu schnell rein.
00:04:15: Wir lieben uns doch dann müssen sich die Kinder doch auch lieben und das muss alles wunderbar werden Und das ist oft so schnell.
00:04:21: Das heißt Es wird wird viel Dann Doch mit Druck gearbeitet Dass das stattfindet oder es wird oft ... jeder Konflikt schon als Scheitern eines Systems gesehen, wo es aber eigentlich auch ganz normal ist... ... dass es Annekt und Konflikte gibt.
00:04:36: Es
00:04:37: gibt ja so Begrifflichkeiten also Stiefmutter, Stiefvater, Bonus-Mutter, Bonusvater oder vielleicht noch Geschenktekinder?
00:04:48: Ja!
00:04:49: Ich finde auch bei diesen
00:04:51: Begrifflichen
00:04:53: da rollen sich manchmal schon die Fußnägel meiner Meinung nach,... Wie würdest du beispielsweise diesen Zusatzpapa nennen in deiner Terminologie?
00:05:03: Würdest du das Zusatzkind nennen, würdest Du eigentlich die mit solchen Begriffen besetzen?
00:05:08: Also wenn man mal nur das Wort Bonusvater oder Mutter nimmt ist es ja an sich schön.
00:05:13: Ich bekomme was dazu.
00:05:16: Wenn ich meinem Kind oder den Kindern die Zeit lasse dass sie das empfinden, dass das ein Bonus ist finde ich das Wort schön.
00:05:25: Wenn ich aber sage, jetzt ist alles toll.
00:05:28: Du hast doch eine Bodus-Mama!
00:05:31: Dann ist das Wort nicht schön, weil das Kind unter Umständen ne ganz andere Empfindung hat dazu.
00:05:35: Vielleicht erlebt es Konkurrenz oder Loyalitätskonflikte und dann können solche Begrifflichkeiten unglaublich viel anrichten – an Druck.
00:05:45: Insofern muss sich immer das Paar eigentlich im guten Austausch darüber befinden.
00:05:50: Weil wenn das Paarsicht klar ist wie's den Kindern geht muss man auch nicht irgendwie das labeln.
00:05:57: Dann lässt man das Kind mit
00:05:58: entscheiden.".
00:05:59: Du
00:05:59: hast ja auch schon viel über Druck jetzt gesprochen und es ist ja eigentlich total verrückt, dass du in so einer Patchwork-Familie diese Erwartungshaltung hast zu schnell zu viel denn in der traditionellen Familie wächst sowas ein ganzes Leben lang und dann wird dir was zusammengeführt wo eine ähnliche Erwartungshaltung besteht aber du nur einen Bruchteil dieser Zeit hast.
00:06:20: da fragt man sich generell wie kann sowas überhaupt funktionieren?
00:06:25: Ja, weil du hast ja viel weniger Zeit zusammenzuwachsen.
00:06:27: Du bist im Prinzip schon fertig gewachsen und wirst dann zusammengeworfen?
00:06:31: Es
00:06:31: sind viele Aspekte.
00:06:32: Das Paar hat nicht so viel exklusive Zeit und entscheidet sich für Kinder.
00:06:37: Man hat einen Partner oder eine Partnerin die dann schon Kinder hat.
00:06:41: Also man ist nicht mehr ganz exklusiv.
00:06:43: Das ist auch in unserem Begriff von romantischer Liebe der ja doch tief verwurzelt ist ein wichtiger Aspekt.
00:06:49: das heißt ich bin vielleicht wollte Und meine Ex-Partner oder Partnerin wollte das auch, vielleicht ist die Trennung sogar gut trotzdem.
00:06:59: Habe ich ja was verloren?
00:07:00: Eine Vorstellung von etwas, die ich mal hatte... Und ich darf nicht vergessen, dass die mit rein schwingt und das sich jetzt gut machen will vielleicht.
00:07:08: Dass ich unbewusst schon irgendwo denke.
00:07:11: so Jetzt muss es aber schön werden und ich total glücklich bin.
00:07:14: Mit diesem neuen Partner oder Partnerin ja auch wieder diese Exklusivität aufbauen.
00:07:19: Nichts ist mein sehnlichster Wunsch, dass meine Kinder dazugehören.
00:07:22: Es ist erst mal schön.
00:07:24: Oft ist es nur zu schnell für die Kinder der Erwartung.
00:07:29: Das ist das was ich erlebe.
00:07:31: Also haben Kinder damit eher Probleme?
00:07:33: als die Eltern in so einer Konstellation?
00:07:36: Ich würd's nicht pauschal sagen, weil manchmal machen Eltern das gut und dann haben sie keine Probleme.
00:07:42: Aber manchmal hat das Kind eben findet es erst mal nicht so schnell nur schön oder findet es schön aber kommt dann plötzlich eine Verwirrung verlassen ich dann Mama oder Papa?
00:07:57: ja ich muss dem kind einfach zeitlos ist kommt ihr auch aufs Alter drauf
00:08:00: an.
00:08:00: Ja du musst auch glaube ich viele unterschiedliche Geschwindigkeiten koordinieren.
00:08:05: Du hast einmal die beiden Partner, wo möglicherweise auch der einen nicht ganz das Tempo des anderen mitgehen möchte.
00:08:11: Dann hast du die Kinder aus zwei verschiedenen Beziehungen im Moment jetzt mal im schlimmsten Fall oder im schwierigsten Fall dann kommen vielleicht auch noch Großeltern dazu, die auch noch ihre Ansprüche anmelden.
00:08:24: Also ich glaube dass es ein Wirr war, der ganz schwer wirklich so zu entwinden entwirrend ist.
00:08:33: und gibt es da irgendwie, ich sag mal von deiner Seite ein Fahrplan, einen Katalog des richtigen Vorgehens, des zeitlichen Vorgehnens eine grundsätzliche Empfehlung wie man eigentlich damit umgeht.
00:08:48: Also das ist ja nicht nur in Patch-Würchse auch die Kleinfamilie heute hat immensen Druck.
00:08:53: also die hatte ja früher gab's irgendwie Großeltern in der Nähe.
00:08:58: Die Pfarrer, die Gemeinde, die Tanten, die Onkels.
00:09:02: Heute muss ganz viel allein geleistet werden was ja auch schon enormen Druck macht und wir haben unglaublich hohe Ansprüche an Beziehung.
00:09:09: also mein Partner oder Partnerin muss auch heute Liebhaber, er muss meinen bester Berater, mein bester Freund, Freundin... Also all diese.. Er muss mich glücklich machen, er müssen mich unterstützen es muss gleichberechtigt sein.
00:09:20: das hat einen hohen Druck Und das ist ja auch in Patchwork.
00:09:25: Also die Kleinfamilie, da mangelt es an zu wenig Außen was unterstützend ist und in Patchwerk dreht sich dann um ich habe auf einmal unheimlich viel außen aber es ist einfach noch nicht unterstützen.
00:09:38: Ich muss also daran arbeiten.
00:09:40: wie kriege ich das Innen hin?
00:09:41: Und ich glaube dass immer ein ganz schönes Bild, dass ich das Innen erst mal hinkriegen muss.
00:09:45: und wir wissen alle wie du gesagt hast jede andere Familie hat Zeit vom Baby bis zum wachsend und dem diesem innen muss sich zeit geben.
00:09:56: also ich glaube das ist ein wichtiger faktor den vielen nicht klar ist dass ich den ganzen zeit
00:10:00: geben muss und eigentlich wollte möglicherweise ja zumindest von den kindern keiner diese trainung diese konstellation
00:10:06: die entscheidungen sind immer die eltern.
00:10:09: kein kind hat entschieden so jetzt nicht außer es gibt ganz schreckliche familien
00:10:13: eben so dass das plötzlich ein neuer partner erscheint und das kind diesen neuen partner Alles andere als begrüßt und möchte in der Regel jedenfalls, weil eigentlich der Alte wäre ja viel lieber dem Kind.
00:10:25: Weil die Erkenntnis dass die neue Beziehung besser ist, das dauert beim Kind.
00:10:30: Es
00:10:30: ist aber auch sogar verwirrend wenn du den neuen Partner oder die Partnerin gut findest, weil es ist ja wie so ein kleiner Betrug an etwas... wo du gesagt hast, ich finde es schlimm, dass das nicht mehr ist.
00:10:43: Ich würde mal sagen, es schafft ganz oft verwirrende Gefühle und ich glaube man muss einfach Zeit lassen, dass sich das entwickelt ja?
00:10:50: Und oft ist es so, das finde ich ganz spannend, dass die Euphorie des Anfangs da machen alle noch ganz gut mit und oft nach einer Weile, so ein zwei Jahren kommen sogar erst die Schwierigkeiten, das find ich ganz oft spannend.
00:11:03: also werden sie von der Euphorie erstmal getragen Kommt halt der Alltag, oder?
00:11:08: Sagen wir mal, man macht erst nur schöne Sachen.
00:11:10: Das ist nur Besuch.
00:11:12: nach zwei Jahren zieht man zusammen und dann ist halt so Alltag da.
00:11:15: Warum soll er jetzt mich erziehen?
00:11:18: Und deshalb ist Patchwork so wichtig.
00:11:19: wie werden Zugehörigkeiten gestaltet?
00:11:22: Wie wird ausgehandelt?
00:11:24: was also Beziehung ist wichtiger als zum Beispiel sofort zu erziehen?
00:11:29: du hast gerade das Wort ausgehandelt genannt.
00:11:34: ich bin im Leben zu viel, das weiß ich ist eine Schwäche aber eher ein Freund des Laufenlassens.
00:11:40: Lasst mal gucken wie sich es entwickelt und du sprichst jetzt von Aushandeln.
00:11:44: Das heißt eigentlich oder vielleicht interpretiere ich das auch über dass Du meinst in einer komplizierten Konstellation wie bei Petschberg sollte man doch gewisse Rahmenbedingungen vereinbaren.
00:11:56: Also Struktur macht's bestimmt einfacher.
00:11:58: wenn ich dich jetzt angucke und denk mir du sagst so gemütlich und du wirkst so gelassen lass mal laufen Dann würdest du unter Umständen nehmen, meine Situation am Abendbrutisch.
00:12:10: Der Sohn deiner neuen Partnerin guckt in seinen Handystunden lang und du fährst ihn an und du merkst deine Partnerin ist im Zwiespalt weil sie das Gefühl hat hoch dass war aber jetzt streng ja.
00:12:23: und wenn du jetzt wirklich gelassend bist und laufen lassen dann spürst du es und denkst ihr naja dann soll sie mal übernehmen, lass ich los und lasse es laufen.
00:12:33: Aber das ist ja oft nicht so.
00:12:34: Laufen lassen ... Wenn's nicht gut läuft würde zwischen dem Pan-Konflikt entstehen.
00:12:39: Sie hat Schuldgefühle dass der Sohn sich unwohl mit dir fühlt Dass er zu scharf war.
00:12:44: Du findest aber man muss mal fragen... Findest
00:12:46: du es eigentlich richtig?
00:12:47: Dass ich dem Sohn der Partnerin Vorschriften mache wie lange er in sein Handy guckt?
00:12:52: oder soll ich das lieber bei der Partnerinnen überlassen?
00:12:53: Nicht zu früh eben erst wenn ich eine gute Beziehung habe Gerade bei den Rollenstiefvätern, die denken dann oft naja also ich mach hier alles und bin schon da.
00:13:06: Und dann soll ich aber nicht mal sagen dürfen was sich irgendwie richtig finde ja haben aber oft noch nicht eine wirkliche Beziehung aufgebaut.
00:13:14: zu dem Kind Die ist erlaubt.
00:13:16: Also du würdest ja beim Freund bekannten Den Übergang zum Freund beinthaltet.
00:13:22: Ja auch ein Beziehungsaufbau Und viele glauben, der ist einfach gegeben.
00:13:26: Weil wir uns doch jetzt lieben und der Alltag ist da dann habe ich doch automatisch die Rolle.
00:13:32: Das ist aber glaube ich man braucht wahnsinnig viel Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und auch Empathie um in so einer Rolle diesen Moment richtig abzupassen und damit richtig umzugehen.
00:13:43: Erfahrungsgemäßes ist den meisten Menschen an genau diesen Fähigkeiten.
00:13:47: Also das muss ja permanent zu Problemen führen, stellst du das auch fest bei deiner täglichen Arbeit?
00:13:52: Ja aber es wird dann zum Paarkonflikt.
00:13:55: Statt dass sich das Paar hinsetzt und sagt, oha!
00:13:59: Das hat sich für mich überhaupt nicht gut angefühlt von dir so ausgebremst zu werden.
00:14:03: Und sie sagt, das tut mir leid, aber ich hatte Schuldgefühle.
00:14:07: Und irgendwie war's mit geradezu arg... Ich hab dieses und jenes gedacht.
00:14:11: also stattdessen sich miteinander darüber unterhalten und einen Weg finden, wird es dann doch übers Kind oft ausgetragen.
00:14:20: Wieso?
00:14:20: Wir werden noch mal über Inhalte wie Handy oder Nicht-Handy.
00:14:25: Darum geht's ja oft nicht.
00:14:26: Es geht gar nicht so um die Inhalten.
00:14:28: Es ist schon so ... Was wird alles im Hintergrund?
00:14:31: Was läuft da eben auch noch rein?
00:14:34: Das was ich dann oft rate, besprecht euch erst mal selber.
00:14:37: Wo war für euch was
00:14:38: Schrecklich?".
00:14:40: Und klärt das... Und das erst mal wieder, dass du deinem Partner schon das Zugehörigkeitgefühl gibst und dir auch wünscht, dass er diese Autorität wird.
00:14:50: Aber dass es dir schwer fällt ist gerade noch zuzulassen?
00:14:53: Letzten
00:14:53: Endes sind Kinder ja immer eine Form von einem Blitz-Ableiter und zwar unabhängig von der Familienkonstellation.
00:14:58: Also in Beziehungen die schlecht laufen hast du das genauso wie in Patchworkfamilien, die noch so ihren Weg irgendwie suchen der gemeinsamen Kommunikation.
00:15:06: Das ist ja wirklich komplett unabhängig von einer Familienform.
00:15:09: aber ich habe zum Beispiel meinem Leben viele kennengelernt, deren Eltern sich getrennt haben und die das erst mal als schlimm empfunden haben im Nachgang aber gesagt haben.
00:15:19: Und es war genau das Richtige und es ist in vielen Fällen sogar viel zu spät tatsächlich passiert.
00:15:25: Das ist ja auch so ein Ding was viele Kinder auch so'n bisschen mit sich mittragen dann eine Zeit lang und die vielleicht da noch wiederum offener sind für so ne Patchwork-Konstellation zumindest am langen Ende dieser Entwicklung weil sie irgendwann feststellen Das hatte ja ohnehin keine Zukunft und hat auch mit mir irgendwie, das hatte ja keine positiven Effekte auf mich.
00:15:45: Stellt du das auch fest?
00:15:45: Das braucht aber ein bisschen wahrscheinlich ne?
00:15:48: Es sind oft ältere Kinder.
00:15:50: also ich finde so es sind dann so die ab sechzehn, die schon so kapieren was Beziehung ist oder auch was Liebesbeziehungen haben.
00:15:57: Die
00:15:58: selbst vielleicht auch schon eine Liebes-Beziehung
00:16:00: haben.
00:16:00: Also die können so erkennen sagen, die anderen sind schon noch so hineingeworfen in Ja, so ist es bei uns zu Hause.
00:16:08: Die spüren die Fuse da ist was nicht in Ordnung.
00:16:10: vielleicht ab zehn kann man das auch schon so benennen aber davor bleibt es ja auf die Fuß und kann durchaus beim kleineren Kind dazu führen dass es trotzdem den neuen Partner oder die Partnerin als Konkurrenz empfindet oder Loyalitätskonflikt hat.
00:16:24: Aber das ist eben Nicht so greifbar wie beim älteren kind.
00:16:28: mit dem kann ich ja kognitiv ganz anders mich auseinandersetzen.
00:16:32: also ich glaube in solchen patchwork familien gibt es ganz viele Themenfelder, die irgendwie geklärt werden müssen und die sich vielleicht im einen oder anderen Fall alleine klären.
00:16:43: Und in anderem fällt's auch manchmal erst nach einem großen Konflikt.
00:16:47: Beispiel Du hast zwei völlig unterschiedliche Erziehungskulturen In den Altfamilien
00:16:52: und
00:16:53: dann treffen sie aufeinander.
00:16:54: und jetzt ist die Frage Behandelst du beispielsweise vier Kinder Unterschiedlich weil sie eben unterschiedliches von zu Hause gewohnt waren?
00:17:02: Oder versuchst du ein Erziehungslevel herzustellen.
00:17:05: Was ist deine Erfahrung?
00:17:07: Was ist mittelfristig Zielführer?
00:17:09: oder hängt es auch wieder vom Alter der Kinder ab?
00:17:11: Es hängt vom Alter, aber ich finde da können wir so ein bisschen den Unterschied machen.
00:17:16: Gerechtigkeit heißt nicht Gleichheit.
00:17:19: ja also Ich finde es oft sind die Kinder ja nicht immer zusammen.
00:17:24: Ja das sind ja bei den anderen Teilen und so Das heisst oft lebt jemand mit dem Partner oder mit dem Kind des Partners engeres Alltagsleben als mit seinen eigenen leiblichen Kindern.
00:17:38: Das heißt, wenn die zu Besuch kommen haben wir eine ganz andere Voraussetzung.
00:17:43: zum Beispiel wo es mein Platz.
00:17:45: ich bin vielleicht auch eifersüchtig.
00:17:47: dieses Kind das neue Kind hat meinen Papa jetzt ganz ist ja ein ganz andere voraussetzungen als das Alltagskind.
00:17:54: das muss allerdings seine Mutter viel mehr teilen.
00:17:56: also es gibt ja ganz viele unterschiedliche Aspekte.
00:17:58: insofern Wenn die Kinder zb zweimal Am Wochenende zu Besuch kommen alle zwei Wochen werden, die eine bisschen besondere Stellung haben.
00:18:09: Und dann kann man nicht sagen aber das muss fürs andere Kind auch gelten.
00:18:13: immer das Besondere.
00:18:14: also was ich sagen will wir können es nicht gleich kriegen Wir können es aber gerecht kriegen verstehen Sie?
00:18:20: Muss
00:18:20: man schlau sein um ne Patchmark-Familie zu organisieren und zu managen?
00:18:25: Ich glaube man muss schon kommunizieren wollen Ja, was vielleicht schwierig ist und man muss glaube ich manchmal sagen sich alle Gefühle die vorkommen sind persönlich schlecht.
00:18:39: Also ich darf auch eifersüchtig sein auf das Kind oder so, dass auf die Nähe die mein Partner oder Partnerin hat.
00:18:46: Die Frage ist nur wie agiere ich es aus?
00:18:48: Oder wie lerne ich damit umzugehen?
00:18:49: oder wie kriege ich es auch mit meiner Partnerin oder Partner hin?
00:18:53: Das ist für mich kein bedrängendes Gefühl sein muss aber das Gefühl in Patchwork die wir sehr negieren, weil wir alle gesagt bekommen.
00:19:02: Wir müssen immer sofort glücklich sein oder so Gefühle wie Eifersucht oder so sind ja äußerst verpönte Gefühlen.
00:19:08: Die hat man heute nicht mehr... Das finde ich wichtig, dass man sich bewusst ist.
00:19:12: Wie gehst du
00:19:13: beispielsweise um als in meinem Fall Mann?
00:19:18: Wenn die neue Partnerin bringt ein Kind mit und mein Kind ist auch da und es gibt einen Konflikt zum Beispiel zwischen den Kindern Und ich muss jetzt schauen, wo ich mich platziere.
00:19:35: Das ist ja ein ganz schwieriger Fall.
00:19:37: Bin ich auf Seiten des Kindes und der Frau?
00:19:40: Muss ich vielleicht viel mehr kommunizieren als ich es in einer Ursprungsfamilie tun müsste um dem Kind klarzumachen?
00:19:47: Ich bin vielleicht nicht auf deiner Seite.
00:19:50: Es hat aber nichts mit meinem... Wenn meiner Liebe für dich zu tun, also ich find das wahnsinnig anspruchsvoll.
00:19:55: Das ist sehr ansprachsreich!
00:19:56: Zwischen Kind
00:19:57: und...
00:19:58: Daran scheitert's ja auch
00:20:00: oft, ne?
00:20:00: Und dann kommt noch was dazu.
00:20:02: Das Kind hat in der Regel hier auch noch Kontakt zu meinem Ex-Partner, meiner Ex-Partnerin und dann kommt noch eine zusätzliche Partei manchmal in diesen Konflikt hinein.
00:20:11: Und plötzlich sitzen ganz viele Leute gedanklich am Tisch.
00:20:15: Ich
00:20:16: muss mir klar sein ich habe viele Leute um mich rum.
00:20:20: Das muss mir klasse sein.
00:20:21: Ich darf die Geschichten nicht sozusagen dadurch dass ich mir denke bei uns wird alles schön Da spalt ich alles Alte ab.
00:20:30: Das geht eben nicht, das Alter ist da!
00:20:33: Wer kommt denn in der Regel zu dir?
00:20:35: Sind es eine der neuen Partner-, beide neue Partner-, die alten Partner-, mit den neuen Partnerschaften im
00:20:42: Tag?
00:20:42: Am tollsten ist wenn alle kommen aber das seltenste Fall.
00:20:45: Meistens kommt das neue Paar was mit Patchwork Probleme hat.
00:20:55: Ich finde aber trotzdem gut dass tatsächlich glaube ich in diesen Zeiten auch die Wertschätzung und die Offenheit für Kommunikation, Probleme ansprechen.
00:21:03: Problemlösungen finden doch noch mal eine andere ist als das früher bei Familien der Fall war.
00:21:25: die größte Problematik, unabhängig davon ob wir von Patchwork-Familien oder von der klassischen Kleinfamilie sprechen.
00:21:30: Also womit haben Familien in den heutigen Zeiten wo so viel auf uns einprasselt?
00:21:36: Du hast Stichwörter Schlagwörtern schon genannt.
00:21:38: Wir haben alle wenig Zeit und haben viel Druck.
00:21:40: Was ist das Thema womit sich Familien momentan generell am schwersten tun?
00:21:44: Naja ich hatte es ja schon anfangs gesagt also auch jede Familie steht unglaublich unter Druck.
00:21:51: Kosten für Wohnen.
00:21:53: Ihr seid Frankfurter, ihr wisst was es bedeutet.
00:21:56: Ein Gehalt reicht überhaupt nicht mehr aus manchiger Hälter könnte man keine Familie mehr ernähren.
00:22:01: also das muss man alles sehen.
00:22:03: dann sind die Ansprüche dass wir unseren Kindern auch bieten wollen also man nennt es intensive parenting sind unheimlich hoch geworden.
00:22:13: die Kinder sollen gefördert werden sollen alles mögliche machen.
00:22:16: Also ist eine unglaubliche Fülle.
00:22:19: dazu muss soll die Paarbeziehung noch absolut top sein.
00:22:24: Also es herrscht viel Druck fürs Glücklichsein, würde ich mal so pauschal sagen.
00:22:29: Den wir uns aber auch teilweise selbst machen, hast du ja schon gesagt?
00:22:31: Natürlich!
00:22:31: Aber
00:22:32: das wird ja auch ständig an uns herangetragen... Arbeitende ist nur als ein Beispiel.
00:22:38: Mutter muss sich ja ständig gut aussehen, super top Gelaunt sein und ich muss noch Yoga machen.
00:22:45: Die Kinder alle im Griff haben die sehen auch noch top ausspielen Klavier und sind super top in der Schule und machen selbstverständlich Gymnasium.
00:22:52: Ich verdiene so viel Geld dass sie den Auslandssemester machen können und und und also versteht ihr das ist alles Druck.
00:22:58: Ja, dann in der Umwelt finde ich gerade die dermaßen bedrohlich auch für die Jugendlichen ist dass unglaublich viel Angststörungen sind.
00:23:08: Also es ist ja gestiegen.
00:23:09: das ist nicht weil wir jetzt alle alles schlechter machen das ist ja auch ein gesellschaftliches strukturelles Problem.
00:23:17: Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen Beziehungs- und dann auch speziell Patchwork Beraterin zu werden?
00:23:25: Also Patchwork, ich bin nicht speziell habe es gesagt.
00:23:28: Das wäre ja so etwas was die Zeit sozusagen mit sich bringt.
00:23:31: aber Ich finde einfach zwischen menschliche Beziehungen super spannend und ich find immer Systeme absolut interessant weil sie sich auch über lange zeit retten unter einen schlecht halten Und ist einfach auch sehr interessant ist wenn du anfängst an Sachen zu arbeiten oder versuchst Unterschiede zu machen wie schnell sich auch Systeme ändern wieder auch faszinierend und toll.
00:23:57: Und sind die Probleme häufig wiederkehrend in solchen Konstellationen, also dass man dann mit deiner Erfahrung wirklich auch die Lösungsansätze hat?
00:24:06: Weil man eben häufig die Erfahrungen gemacht hat was geht und was auch nicht geht.
00:24:10: Wir denken ja alle wir sind wahnsinnig tolle individuelle Aber wir sind schon alles sehr ähnlich.
00:24:18: Also sprich wir leiden auch oft an etwas oder natürlich sind wir auch sozialisiert, dann kommen auch unterschiedliche Generationen.
00:24:26: Das finde ich allerdings sehr spannend.
00:24:28: Ich kriege natürlich auch sehr viele unterschiedliche Generation mit und sagen die ganz junge Generation geht wesentlich anders mit um.
00:24:36: Die kommen heute schon ganz früh während zum Beispiel die ältere Generationen scheut sich immer noch ein bisschen.
00:24:42: ja das finde ich auch toll.
00:24:44: also jüngere generationen sind wesentlich offener sich auch
00:24:48: helfen zu
00:24:49: lassen oder zu sagen, wir ecken jetzt da an.
00:24:52: Wir müssen mal gucken sie müssen uns mal helfen ohne dass die es gleich als Scheitern empfinden.
00:24:57: Das ist sehr
00:25:01: gut!
00:25:01: Die Erkenntnis, dass man Hilfe braucht und das Hilfe einem auch helfen kann.
00:25:08: Aber das ist echt eine schöne Entwicklung.
00:25:10: Was
00:25:11: glaubst du darauf ist das zurückzuführen?
00:25:13: Dass diese junge Generation dementsprechend offen ist Weil gefühlt alle das inzwischen auch machen?
00:25:19: Weil darüber mehr gesprochen wird.
00:25:22: Manche meiner Kollegen sagen ja schon spitzt, es ist auch schick zum Therapeuten zu gehen um Störung zu haben.
00:25:28: so sehe ich's jetzt nicht ganz weil ich denke mir immer wenn man eine haben muss hat das auch seine guten Gründe.
00:25:34: also seht ihr ein bisschen anders.
00:25:36: aber Es ist natürlich schon ein sehr viel offeneres Thema.
00:25:40: oder in Filmen und sowas ist jetzt nicht mehr un... Üblich, dass es Therapie gibt.
00:25:46: Wie oft sind den verhaltensauffällige Kinder der Auslöser dafür das Familienzudier kommen?
00:25:52: Sehr sehr oft.
00:25:53: und das ist schon auch das was schade ist weil natürlich das Kind oft ein Symptom Träger ist für das was im System nicht klappt.
00:26:00: Wieder Blitzableiter damals wieder ne?
00:26:01: Ja
00:26:01: genau, das ist dein Wort gewesen ja.
00:26:04: Und damit tu ich jetzt bitte keine Schuld aufmachen, weil das klingt dann so wie Aha Jetzt sind wir schuld.
00:26:14: Schuld ist in Familien unheimlich oft ein Thema, aber es geht nicht um Schuld.
00:26:18: Niemand ist angetreten und hat gesagt, das meist mal extra richtig schön schlecht fürs Kind.
00:26:23: Ja also es sind Dinge von Unterlassen oder ja auch eigenen Schmerzpunkten oder Themen die da drin sind, die nicht gleich gesehen werden und deshalb vielleicht für das Kind nicht gut sind.
00:26:35: Also ich glaube in der Wortwahl, verbal sagt jeder bei der Trennung Es geht primär um die Kinder.
00:26:43: Aber wie es dann umgesetzt wird...
00:26:44: Übrigens nicht nur bei der Trennung, sondern auch beim Zusammenbleiben.
00:26:46: Bei allem!
00:26:47: Also das sind immer die Kinder genau.
00:26:49: Die stehen immer im Mittelpunkt aber letztlich kriegt man's dann häufig nicht hin weil andere Interessen dann doch die Kinderinteressen überlagern.
00:26:56: Ich meine jetzt mag viel mehr durchs Gleichsagen Es liegt an meinem fortgeschrittenen Alter aber ich denke jetzt manchmal auch schon an die Großeltern muss sich sagen Weil jeder hat ja in so einer Konstellation Ansprüche.
00:27:06: Die Kinder haben Ansprüchen Die Elterngeneration hat Ansprüche und die Großeltern haben vielleicht Kinder jahrelang begleitet.
00:27:13: Und plötzlich haben sie eine Riesenangst, dass es kein Zugang mehr gibt weil die Trennung da ist.
00:27:18: Das
00:27:18: sind auch manchmal ein bisschen die stillen Verlierer
00:27:22: wenn's nicht
00:27:23: gut geht.
00:27:25: Nicht nur, aber trotzdem haben sie es schwieriger.
00:27:29: Haben Sie zu der Ex-Schwiegertochter.
00:27:30: sollen sie da nicht mehr so eng sein?
00:27:32: Weil das die neue Beziehung unter Umständen belastet, wenn's noch nicht alles gut geklärt ist oder so.
00:27:38: Dann hängen sie oft dazwischen und haben wenig Handhabe eigene Verbindungen zu schaffen.
00:27:45: Das würde ich schon sehen dass das manchmal schwierig ist.
00:27:50: Lass uns doch mal auf diesen Faktor verhaltensauffällige Kinder gerne zurückkommen.
00:27:54: Wie gehe ich damit kommunikativ als Elternteil um?
00:27:57: Was rätst du den Menschen, wie ist da die Herangehensweise?
00:28:01: Also oft kriege ich ja eine Anfrage zum Beispiel Ja unsere Tochter ist was weiß ich hat Essstörungen und die Therapeutin von ihr sagt gehen Sie immer zur Familientherapie dann weiß ich schon irgendwo unterlässt oder fördert das System irgendetwas was diese Therapeuten findet?
00:28:19: Und ich finde dann immer erst mal wichtig, die Eltern zu bekommen oder das Paar auch bei Patchwork.
00:28:25: Um erstmal rauszufinden was wird über dieses Kind?
00:28:30: Was ist die Erzählung über dieses kind.
00:28:32: und was wird aber auch über die Paarbeziehung da erzählt?
00:28:35: ja und das versuche ich erst einmal herauszufinden um dann zu gucken, was tun sie unter Umständen?
00:28:40: Was für ein Kind in seinem Krankheitsbild oder in seiner Störung förderlich ist und wounter lassen Sie etwas was aber gut wäre zu tun.
00:28:51: Und da kommt man ja unheimlich oft schon auf Geschichten des Paares von Enttäuschung oder Verlassenheitsgefühle, wo der andere nicht da war oder wo eine Kommunikation nicht gestimmt hat.
00:29:06: und da fängt man erst mal an weil oft wenn sich das ändert, ändert sich auch das Kind.
00:29:13: Das ist das Interessante.
00:29:15: Dann hole ich das Kind dazu.
00:29:18: Es ist spannend immer, weil dann guckt man eben so wie sieht jeder die Rolle der Eltern und wie sind Rollen.
00:29:26: Wo fühlt sich jeder Zugehörigkeit?
00:29:27: Was sind Wünsche was sind Sehnsüchte Wie sind die unterschiedlichen Perspektiven?
00:29:33: Und das macht dann echt Spaß.
00:29:34: aber erstmal gucke ich schon was es mit dem Paar wie sicher sind die um den auch gut zuzumuten Dann endlich fürs Kind da zu sein also endlich das klingt jetzt zur Schulter Das meine ich nicht so zu wissen, wie sie gut fürs Kind da sein können.
00:29:49: Und auszuhalten wenn das Kind sagt ah ne von dem will ich das nicht und das nicht als Ablehnung zu empfinden oder so.
00:29:55: Gibt
00:29:56: es ein Ideales oder auch ein sehr schlechtes Alter für Kinder zur Gründung einer Patchwork-Familie?
00:30:04: Also gibt's so bestimmte Phasen in der Entwicklung eines Kindes wo es überhaupt nicht funktioniert nach deiner Erfahrung oder wo es ganz gut funktioniert oder besser als in anderen Zeiten.
00:30:12: Ich finde, jedes Alter hat seine Herausforderungen.
00:30:17: Wenn ich kleine Kinder habe dann haben die wenig Bindung vielleicht zu mir gekriegt wenn ich als Vater oder auch als Mutter vielleicht weg bin während das noch ganz klein war und es wirkt sich ja auch aus wie kriege ich die Bindung näher in meinem neuen System?
00:30:34: Wenn sie älter sind und noch sagen wir mal so bis zehn merken sie schon, aber gehen eher in sowas vielleicht Konkurrentes Eiversüchtiges oder so.
00:30:47: Ja das muss ich auch wissen.
00:30:49: kommen Sie in die Pubertät ist es sehr kontraproduktiv weil man will sich gerade so und so von den blöden Eltern ablabeln.
00:30:55: jetzt soll mal auch noch hier sagen hey das ist ja duftet die neue Familie.
00:30:59: also man muss jedes Alter sehen was es für Schwierigkeiten mitbringt und oft die etwas älteren Kinder Du hast es vorher schon angesprochen die dann schon so zwanzig, vierundzwanzig sind sagen naja man hat ja gemerkt bei denen war was nicht in Ordnung.
00:31:13: eigentlich ist es okay.
00:31:15: Aber es hängt auch immer davon ab wie Ex-Partnerinnen, Ex-Partner und wie jeder mit dem Alten umgeht.
00:31:24: Wie viel lässt man auch zu dass das stattfinden muss?
00:31:32: Alleinstellungsmerkmal.
00:31:33: Ist
00:31:34: es denn für dich eher förderlich, wenn man offen ist auch noch gegen Ex-Partner die auch zu integrieren in der Form?
00:31:41: Für die Patchwork-Familie und das Erfolgsmodell Patchwork Familie oder ist aus deiner Sicht besser da einen ziemlichen Trennungsstrich zu ziehen zwischen Altfamilien und neuer Patchwork Familien?
00:31:55: Es kommt ja auf das Verhältnis an.
00:31:57: also haben die Eltern sich zum Beispiel getrennt Und zwar eine gute Trennung.
00:32:02: Kann man glücklich getrennt sein?
00:32:04: Glücklich
00:32:04: getrannt, finde ich einen komischen Begriff aber gut getrennnt in dem man nämlich... Weil auch wenn beide feststellen wir gehen muss man was verarbeiten!
00:32:13: Man hat etwas verloren was einmal eine Vorstellung war mit der ich gestartet bin und man ist auch, man trennt die Kinder.
00:32:22: das ist der Hauptschmerz oft.
00:32:24: Das heißt Eine gute Trennung ist, wenn beide auch diese Gefühle gut bei sich zulassen.
00:32:31: Und dann kann das oft gut sein weil da eine größere Bereitschaft für das Neue ist zuzulassen.
00:32:38: aber diese Partner lassen auch oft nicht zu dass Eifersucht des neuen Partners oder Partnern nicht besprochen wird die versuchen zu integrieren.
00:32:49: Da is viel Gespräch und so.
00:32:50: also Dann funktioniert es auch.
00:32:54: Es gibt auch durchaus super tolle Patchwork-Systeme.
00:32:57: Ich finde, eine gute Trennung hat tatsächlich immer den Mehrwert, wenn man so sagt, dass man wieder viel über sich gelernt hat im Sinne von ich weiß jetzt was ich nicht mehr möchte
00:33:07: oder was ich auch falsch gemacht habe unter Umständen.
00:33:10: Wo war ich nicht anwesend genug?
00:33:12: Was sehe ich heute?
00:33:15: Wenn ich mir auch eingestehe, dass ich zum Scheitern dazugehöre und nicht nur in der Teil bin.
00:33:21: Der sagt die war so doof.
00:33:22: gut das ich weg bin.
00:33:23: wenn man sich damit mal ein bisschen intensiver beschäftigt hatten wir auch schon hier bei uns im Podcast dann stellt man fest, dass man selbst immer mindestens eine Talschul hat an der Gesamtsituation.
00:33:31: Ich mag ja das Wort Schuld nicht.
00:33:33: Ich verstehe, was du meinst.
00:33:35: Gewissen Einfluss darauf, dass es
00:33:39: nicht funktioniert hat?
00:33:40: Genau und das kann ja auch befreiend dann wiederum sein für so eine neue Konstellation die man eingeht und zwar von allen Seiten gerade auch in so einer Patchwork-Familie, dass er auch eine gewisse ich sage jetzt mal ein gewisses Loslassen eingesetzt hat und eine Bereitschaft sich auf etwas Neues einzulassen, was man vielleicht mehr wertschätzt als das was man zurückgelassen hat aus guten Gründen.
00:34:00: Dann
00:34:02: hake ich kurz ein, weil das ist vielleicht ein Stichwort.
00:34:04: Ich muss es hinbekommen, dass sich sozusagen den anderen Elternteil, den getrennten Elternteil meines Kindes irgendwie wertschätze.
00:34:14: Weil es ist ein Teil meines kindes und wenn ich das
00:34:18: zu doll
00:34:18: ablehne hat das Kind unter Umständen auch das Gefühl Es muss für was kämpfen für diesen Teil, weil er auch dieser Teil isst.
00:34:27: insofern tue ich mich gut dran eine Kultur zu erschaffen, die kann auch Grenzen haben.
00:34:34: Ich muss nicht jetzt immer Kaffee trinken zusammen aber eine gewisse Wertschätzung dass das auch ein wichtiger Teil meines Lebens war und deshalb ist dieses Kind da und ich habe eine Wertschätzung dafür.
00:34:45: das schon wichtig für das Kind.
00:34:47: Hast
00:34:47: du Erfahrungswerte?
00:34:48: wenn jetzt beispielsweise jemand zu dir kommen würde und würde sagen ich will praktisch vorauseilend mich beraten lassen wir sind hier dabei ne Patchwork Konstellation aufzubauen.
00:34:59: Gibt es irgendwelche Dinge, die ich zu beachten habe?
00:35:03: Gibt's No-Goes wo wir vorsichtig sein sollen oder gibt es irgendwas wo du sagst Mensch schaut mal darauf oder beachtet diese oder jene Regel dann fällt euch vielleicht leichter.
00:35:13: Also ich würde so sagen nicht um Eigenwerbung für meine Zunft zu machen.
00:35:18: Ich würde sagen wenn zwei Firmen zusammen fusionieren sind tausend Berater dabei die von außen drauf gucken.
00:35:27: Wenn ihr es euch leisten könnt und das gut findet, macht das sobald ihr merkt, euch als Paar zerreißt ist?
00:35:35: Dann holt euch doch vom Außen den Blick!
00:35:37: Das ist die totale Entlastung.
00:35:40: Weil die Probleme sind ja schon individuell.
00:35:43: Der eine findet das Kind manipulativ, falls immer auf dem Vaterschoß sitzt... Also es gibt ja so eine Vielfalt.
00:35:50: da kannst du ja gar nicht sagen so und verhaltet euch.
00:35:53: Ja dann wird's gut gehen.
00:35:53: aber ich würde immer sagen guckt doch, dass wenn ihr euch verhakt einfach holt euch doch auch Hilfe oder schafft es selber nicht.
00:36:01: Muss Hilfe professionelle Hilfe sein?
00:36:02: Gibt ja vielleicht da Leute die sagen kann ich mir das leisten oder... Kann
00:36:06: ich mich nicht leisten dann versuchen wir's mal selber indem wir sagen sag doch mal deine was fühlst du gerade?
00:36:13: wie fühlste dich mit mir in diesem System?
00:36:16: weil immer wenn das Paar sich auch gut fühlt schaffts auch wieder diese Gelassenheit dann kann ich es doch laufen lassen.
00:36:23: Hattest du
00:36:24: bei dir auch mal Fälle, wo du irgendwann nach eingehenden Gesprächen gedacht hast da gibt's keine Lösung für?
00:36:29: Also dass das so festgefahren war, dass man sagt okay ist vielleicht auch ehrlicher und besser wenn man sagt Das führt nirgendwo hin bei euch.
00:36:38: An so einem Punkt kommt man schon manchmal gerade wenns um Schuld geht.
00:36:44: ja Du bist schuld weil du lässt mich ja nie an Wenn deine Tochter da ist, dann bin ich ja nichts mehr.
00:36:50: Wenn es nicht gelingt, in eine andere Bewegung zu kommen oder einen anderen Blickwinkel ... Dann kann das echt bitter sein weil der baut sich Konkurrenz auf und für alle Beteiligten finde ich ziemlich unschön.
00:37:07: Da spricht man schon mal an Ich sehe gar keine Veränderungen.
00:37:12: Was wurde denn unternommen?
00:37:14: Und wenn es nicht klappt finden sie nicht Sie sollten es dann inzernen.
00:37:17: und dann redet man manchmal schon, geht doch noch mal einen Schritt zurück.
00:37:23: Dann wohnt doch nochmal getrennt oder macht du doch mal mit der Tochter was alleine?
00:37:28: Oder wenn das auf einem fruchtbaren Boden stößt ist es gut aber oft... ist so viel Angst, dass Verlust es da hat das auf die Schuld gepocht wird.
00:37:39: Ja und auch Angst vor dem Scheitern.
00:37:41: also Schritt zurück ist ja immer gleich scheitern für die meisten von uns immer mal ehrlich und nicht als Scheitarn zu begreifen.
00:37:47: Sondern
00:37:47: es funktioniert gerade was nicht in unserer Firma im Zusammenschluss.
00:37:51: jede Firma würde sagen okay wir müssen Abteilungen irgendwie neu gestalten.
00:37:56: so funktioniert's nicht.
00:37:58: Es wäre total normal Systeme irgendwie zu gucken was machen wir besser?
00:38:01: aber Wenn es emotional ist, fällt das Menschen oft zu schwer.
00:38:05: Kann man Emotionen in solchen Konstellationen rausziehen?
00:38:10: Das fällt ja oft schwer.
00:38:11: so was dann eher rational zu betrachten wenn die Emotion eh schon so permanent hochkochen?
00:38:15: kann man das Menschen beibringen?
00:38:18: Eigentlich schon.
00:38:19: also ich würde sagen naja indem er erstmal anerkennt dass es für jemanden ganz schrecklich anscheinend ist diese Situation warum er so drauf pochen muss dass etwas so oder so zu sein hat, indem man zurückgeht und sagt was ist denn für dich?
00:38:38: Was fehlt dir denn so doll?
00:38:40: Wie könnte dein Partner oder deine Partnerin dir das zeigen, dass es trotzdem da ist.
00:38:45: Obwohl dieses in deinen Augen manipulative Kind das manipuliert.
00:38:51: Was mich interessiert, was ich mich immer frage bei Menschen wie dir Bettina wo ich wirklich einen Riesenrespekt davor habe weil ihr einfach unheimlich wertvoll seid für so viele Menschen.
00:39:01: Aber wenn man das alles so manchmal mitbekommt, diese ganzen Probleme, die man sonst ... Wenn man nicht das machen würde was du machst, glaub ich gar nicht mitbekommen würde.
00:39:08: Verliert man manchmal auch ein bisschen ... Ich will nicht sagen es vertrauen in die Menschheit, den Glauben an die Menschen und weißt was ich meine?
00:39:13: Wenn diese ganzen Probleme, die sich dann vor dir so auftürmen, denkst du manchmal, was ist eigentlich los hier in dieser Welt oder kannst du das komplett wegschieben?
00:39:23: Nee, so sehe ich's nicht.
00:39:24: weil also zu uns kommen ja So'n so viel Prozent und bei so'nsoviel Prozent klappt's ja auch.
00:39:33: Ja, aber...
00:39:34: Du hörst ja auch Menschen, den geht es danach besser?
00:39:37: Mir persönlich denen!
00:39:39: Das ist schön wenn du merkst die kommen in neue Perspektive miteinander oder probieren was Neues aus oder lassen sich eindrauf.
00:39:48: das ist toll.
00:39:54: Familien ist ja immer irgendwie ein Spannungsfeld permanent.
00:39:58: Es geht um Plätze
00:39:59: Ja, immer.
00:40:00: Immer!
00:40:01: Also es ist wirklich ein permanentes Gerangel und bei Familienfeiern oder Zusammenkünften rund um Feiertag man hält ja auch irgendwie regelmäßig mehr oder weniger bewusst die Luft an weil da immer ganz viel so zusammen kommt.
00:40:14: Kennen
00:40:15: wir alle?
00:40:16: Genau das wollte ich nochmal herausarbeiten.
00:40:18: also dass es in Familien zu Spannungen kommt unabhängig von der Konzer ist völlig normal.
00:40:23: Es geht
00:40:24: immer um Plätze auch in Familien die nicht Patchwork sind
00:40:28: Total.
00:40:29: Das merkt man doch an Erbstreitigkeiten und sonst was, also es geht immer um Plätze.
00:40:33: Zum Beispiel oder an dem Versuch zu den Eltern ein bestimmtes Verhältnis zu haben.
00:40:38: das ist ja auch mit diesem Konkurrenzdenken wachsen wir auch irgendwie alle auf.
00:40:42: Also diese Konkurrentsituation hast du ja permanent.
00:40:47: Es geht immer Umplätze Und immer um Sicherheit, wie sicher.
00:40:51: Also es geht nicht um so ein Gerangel nur sondern... Wie sicher kann ich mich mit etwas fühlen?
00:40:55: Weil Sicherheit ist glaube ich eines der wichtigsten Aspekte von Beziehung für uns alle.
00:41:00: Du hast ja ziemlich Wert gelegt auf einen angemessenes Tempo und nicht zu viel Druck und Tempo
00:41:05: aufbauen.
00:41:07: Meinst du man soll Patchwork erst mal üben Also mit einem gemeinsamen Wochenende, vielleicht im gemeinsamen Urlaub.
00:41:16: Vielleicht auch nur mal mit dem gemeinsamen Abendessen also ganz langsam steigern.
00:41:21: und wann glaubst du ist dann der Zeitpunkt gekommen dass man wirklich den Schalter umlegt?
00:41:28: Soll man da die Kinder fragen oder soll man sie vor vollendete Tatsachen stellen?
00:41:34: Ich finde das eine zu große Entscheidung für Kinder.
00:41:36: ja weil Sie hier oft in Loyalität stecken Konflikten stecken.
00:41:40: Die Entscheidungen ziehen die jetzt zusammen oder nicht würde ich niemals im Kind überlassen, weil irgendjemand tut es unter Umständen weh.
00:41:49: also das würde ich auf keinen Fall machen.
00:41:52: aber sagen wir mal so langsam Anfang ist bestimmt ganz gut weil man sammelt Erfahrung miteinander.
00:41:59: trotz allem wenn man dem Alltag lande sieht's halt anders aus und da gibt es kein Da gibt es keine Regel, die sagt ja nach zwei Jahren ist das gut oder so.
00:42:09: Das ist ganz unterschiedlich finde ich und es hängt davon ab wie bereit auch Menschen sind das zu handeln dass es Schwierigkeiten gibt und dass sie Konflikte in diesem euphorischen Wir was dieses Patchwork ist als nicht scheitern sehen sondern sagen okay jetzt sind wir angelangt in der normalen Familie.
00:42:29: Hattest
00:42:29: du schon mal einen Klienten, Mandanten, Patienten oder wie du das auch immer nennst?
00:42:36: der einen Versuch machte zur Einrichtung einer Patchwork-Familie.
00:42:39: Der ist gescheitert und dann kam er mit dem gleichen Theaterstück und anderen Schauspielern zurück und hat gesagt, sorry jetzt haben wir eine neue Konstellation.
00:42:47: Jetzt versuchen wir es mal mit der Besetzung.
00:42:49: Also zwei Patchwork hintereinander muss ich gerade überlegen.
00:42:52: das habe ich noch manchmal bei Polyarmoren Beziehungskonstellationen aber unheimlich oft waren die als Paar da.
00:43:02: Und dann kommt Jahre später einer der Paar von dem Paar wieder und sagt, ich bin jetzt in Patchwork.
00:43:08: Und kommt dann wieder zwei Patchwork Fetmills gerade nicht
00:43:13: ein.
00:43:13: Wie ist deine Erfahrung?
00:43:14: Wenn du dann jemanden in einer wie auch immer gearteten anderen Konstellation berätst was den Lerneffekt des ersten Scheiterns betrifft.
00:43:24: Das ist immer spannend.
00:43:25: Hat der Mensch dann etwas gelernt oder kann er das gelernte umsetzen?
00:43:33: Einmal so drauf und so bleibt da auch.
00:43:37: Das Problem ist, dass du ja auch mit deinem Ex-Partner nach einer langen Zeit erst vielleicht dahin gekommen bist in den Konflikten.
00:43:48: Oft wenn du im Patchwork bist, bist du ja noch in der was Arnold Rötzer gemeint hat neu rotisch verliebten Phase.
00:43:54: Du findest ja auch alles erstmal toll wie er sie das machen und willst rausfinden.
00:43:59: Insofern es ist ein bisschen schwierig weil Es halt doch ein neuer Kontext ist, eine neue Zeitkonstellation.
00:44:07: Trotzdem begegnet ihr natürlich Altes oder du denkst auch manchmal wow macht er ja jetzt oder macht sie ja jetzt anders?
00:44:15: Trotzdem ist es immer ein bisschen unterschiedlich.
00:44:17: die Paare kommen ja zu unterschiedlichen Entwicklungszeiten und auf Patchwork lebt lange von diesem euphorischen Wir weil das viel trägt erstmal weil soviel drum herum ist Und insofern hält diese glaube ich etwas neurotische Phase des Verliebtseins auch länger, wird länger hochgehalten.
00:44:39: Vielleicht würde ich es ausdrücken, ganz vorsichtig.
00:44:41: Ich will da niemanden zu nah
00:44:43: treten!
00:44:44: Aber wenn man sich mal so ein bisschen sachlich anguckt ist das vielleicht auch eine Euphorie?
00:44:49: Das jetzt klappt und wird schön.
00:44:52: Über eine Sache haben wir noch gar nicht gesprochen über den Faktor Finanzen in solchen Patchwork-Konstellationen.
00:44:57: Ist das ein großes Thema weil ja teilweise aus sehr unterschiedlichen Konstellationsen das entsteht?
00:45:05: wichtiges und auch sehr brenzliches Thema, weil da kommt wieder das mit Gerechtigkeit oder Gleichheit rein.
00:45:11: Also müssen alle Kinder gleich behandelt werden finanziell.
00:45:16: Und ich finde immer Eltern sollten das gut besprechen.
00:45:19: also was heißt denn gleich?
00:45:22: Weil unter Umständen hat der Ex-Partner auch noch gutes Geld und dann kann Laurinchen kann auf die tolle Auslandsfahrt.
00:45:31: aber da hakt es.
00:45:33: Das ist oft ein schwieriges Thema.
00:45:35: Man sollte sich generell über die Finanzen gut klären und da bleibt unter Umständen manchmal auch noch was Getrenntes, weil viel wird ja auch noch an die Ursprungsfamilie abgegeben.
00:45:45: Also manchmal wird ja noch viel gezahlt dafür und so.
00:45:49: Das sollte man immer gut besprechen und das finde ich auch oft ein echt schwieriges thema, weil wenn es dann sehr ungleich ist dass der eine denn also Auslandsaufenthalt machen kann, der andere nicht schlägt mein linkes altes Herz und denkt sich, Mann Leute also wozu hat man Geld?
00:46:07: Also versteht ihr aber das ist schwierig.
00:46:10: Das muss gut finde die müssen das gut besprechen.
00:46:13: Besprechen dass es genau das Stichwort Kommunikation in allen Lebenslagen haben auch heute wieder festgestellt.
00:46:19: wir stellen uns ja eigentlich fast jeder Folge eigentlich fest weil alle immer sagen Kommunikations der Schlüssel zu allem und den Familien und den Patchwork Familien allen voran.
00:46:27: Wir haben wieder viel gelernt heute, glaube ich lieber Dirk und zum Glück gibt es dich!
00:46:31: Und zum Glück gibts unser Jagd-Torn.
00:46:40: Das ist nämlich das Signal dass Dirk der immer noch ein bisschen besser zuhört als ich das kann nochmal alles wichtige unserer heutigen Folge mit Bettina Steingass zusammenträgt.
00:46:49: Ja was habe ich gelernt?
00:46:51: Das kann ich ja nur sagen.
00:46:51: Was ist bei mir hängen geblieben?
00:46:54: Bei mir ist einerseits hängengeblieben Kommunikation ist der Schlüssel In jeder Beziehung, aber ganz besonders in dieser komplexierten Patchwork-Beziehung.
00:47:03: Das habe ich von Bettina gelernt.
00:47:05: Dann hab' ich aufgenommen, pass dein Tempo den Gegebenheiten an und versuch nicht die Gegegenheiten deinem gewünschten Tempo anzupassen.
00:47:15: also versuchs auf diese Weise das ist Erfolgversprechender.
00:47:19: dann habe ich mitgenommen nehmt ein bisschen Druck raus und formuliert eure Ansprüche nicht zu ehrgeizig sondern In der Beziehung kann auch sehr glücklich sein, ohne dass man sie nur in Superlativen lebt.
00:47:34: Das habe ich mitgenommen und dann habe ich auch so ein bisschen einen Appell rausgehört bei Bettina.
00:47:41: Versucht es doch wenigstens mal, ein bisschen Empathie zu zeigen und auch mal mit dem Kopf des Gegenübers das Partners des Kindes zu denken – das macht viel leichter!
00:47:53: Also das hab' ich lieber viel... Heute gelernt und gehe jetzt sehr glücklich,
00:47:58: weil ich wieder ein bisschen
00:47:58: schlauer mich fühle nach Hause.
00:48:00: Und
00:48:00: Bettina hat mehrfach genickt und am Ende auch breit gelacht.
00:48:03: also ich glaube du hast wieder mal sehr gut... Der Perspektivenwechsel
00:48:06: finde ich immer schön zu lernen!
00:48:08: Ja ja und Dirk hat wieder einmal sehr gut zugehört und wir haben wieder sehr viel gelernt.
00:48:11: liebe Bettina vielen Dank dass Du da warst hat uns wahnsinnig viel gebracht und hoffentlich allen Hörerinnen und Hörern da draußen genauso.
00:48:17: Danke für deine Zeit!
00:48:19: Und lieber Dirk, was uns angeht kann ich nur sagen wir sind ja auch so eine Art Patchwork-Podcast-Familie...
00:48:24: Systeme stoßen aufeinander,
00:48:26: ja!
00:48:26: So lange wir so gut kommunikativ und empathisch miteinander umgehen Will ich die auch erst mal nicht mehr hergeben?
00:48:33: Ich bin sehr glücklich, dich zu haben.
00:48:36: Sehr glücklich und wir sehen uns nächste Woche
00:48:38: wieder!
00:48:39: Auch da
00:48:39: wird es wieder Legendär, Haltszeitlegendär bis dahin.
00:48:42: Genau,
00:48:42: zwar schon nächsten Donnerstag.
00:48:44: Bettina vielen Dank, macht's gut, passt auf dich auch.
00:48:46: Lieber Dirk bis nächste Woche, tschüss.
00:48:48: Ciao.
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